Pressemitteilung der MIT Köln

Bundesdigitalminister Wildberger bei MIT Köln: „Deutschland muss wieder ins Machen kommen.“

v.l.n.r.: Dr. Tim Odendahl (Vorsitzender MIT Köln). Dr. Karsten Wildberger (Bundesminister) Dr. Ortwin Weltrich (stellvertretender Vorsitzender MIT Köln)
Bildquelle: MIT Köln

MIT Köln holt Karsten Wildberger zum zweiten Mittelstandsforum nach Köln und bringt 120 Gäste aus Mittelstand, Start-ups und IT-Branche zusammen

Köln. Der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Köln (MIT Köln) ist es gelungen, Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger für das zweite Mittelstandsforum „Wirtschaft im Dialog“ nach Köln zu holen. Rund 120 Gäste – darunter zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter mittelständischer Unternehmen, viele Start-ups sowie Vertreter der IT-Branche – nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch über Bürokratieabbau, künstliche Intelligenz, moderne Verwaltung und die digitale Zukunft Deutschlands.

Mit der Einladung des Bundesministers setzte die MIT Köln ein deutliches Zeichen für den Dialog zwischen Politik und Mittelstand. Wildberger gab konkrete und zugleich mutmachende Einblicke in die Pläne der Bundesregierung zur Digitalisierung und Staatsmodernisierung.

Besonders viel Zustimmung erhielt der Minister für den in Nordrhein-Westfalen verfolgten Ansatz einer Beweislastumkehr bei Berichtspflichten. Diese sollen zunächst „auf null gesetzt“ werden. Anschließend müsse begründet werden, welche Vorgaben weiterhin notwendig seien und nicht ihre Abschaffung, sondern ihr Fortbestand müsse gerechtfertigt werden. Als Wildberger diesen Ansatz erläuterte, ging spürbare Zustimmung durch den Saal: Der Vorschlag traf einen wunden Punkt vieler anwesender Mittelständler und wurde mit deutlichem Beifall aufgenommen.

Zugleich sprach sich Wildberger dafür aus, den sprichwörtlichen deutschen „Goldrand“ bei der Umsetzung europäischer Vorgaben zurückzuschneiden. Deutschland dürfe EU-Regelungen nicht durch zusätzliche nationale Anforderungen unnötig verschärfen. Gefragt seien Augenmaß und eine Regulierung, die notwendige Standards sichere, ohne Unternehmen mit vermeidbarer Bürokratie zu belasten.

Auch bei der künstlichen Intelligenz mahnte der Minister entschlossenes Handeln an. Von der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der KI hänge ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands und Europas ab. In der Forschung sei Deutschland mit seinen Universitäten sowie den Max-Planck- und Fraunhofer-Instituten sehr gut aufgestellt. Entscheidend sei nun, diese Stärke schneller in wirtschaftliche Anwendungen und marktfähige Produkte zu überführen.

Dafür brauche Deutschland deutlich mehr Rechenkapazitäten. Neue Rechenzentren sollten möglichst dort entstehen, wo ausreichend und bezahlbare Energie zur Verfügung stehe. Ebenso notwendig seien schnellere Genehmigungen, verlässliche Rahmenbedingungen und private Investitionen. Deutschland sei bereits der größte Rechenzentrumsstandort Europas, müsse seine Kapazitäten im internationalen Wettbewerb aber deutlich ausbauen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung der Verwaltung. Wildberger erläuterte den sogenannten Deutschland-Stack, mit dem gemeinsame digitale Lösungen für Bund, Länder und Kommunen geschaffen werden sollen. Cloud-Dienste, Standards und Schnittstellen müssten dann nicht in rund 11.000 Kommunen immer wieder neu entwickelt werden, sondern könnten einmal aufgebaut und anschließend flächendeckend genutzt werden.

Wildbergers Botschaft an diesem Abend war klar: Es reiche nicht, Probleme nur zu benennen oder Deutschland schlechterzureden, als es sei. Politik müsse ein überzeugendes Bild von der Zukunft entwickeln und konkrete Ergebnisse liefern.

Dr. Tim Odendahl, Vorsitzender der MIT Köln, bestärkte den Bundesminister darin, seinen Kurs auch in Berlin konsequent weiterzuverfolgen: „Wir möchten Karsten Wildberger Mut machen, sich mit seinen Vorstellungen durchzusetzen. Seine Ideen sind richtig und wegweisend. Der Mittelstand braucht weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen und eine moderne digitale Infrastruktur.“

Mit dem zweiten Mittelstandsforum ist es der MIT Köln erneut gelungen, hochrangige Bundespolitik mit dem regionalen Mittelstand zusammenzubringen. Die hohe Beteiligung und die intensive Diskussion machten deutlich, wie groß der Bedarf an einem direkten und lösungsorientierten Austausch zwischen Politik und Wirtschaft ist.

„Wir müssen liefern“, sagte Wildberger zum Abschluss. Ein Anspruch, der an diesem Abend auf breite Zustimmung stieß.

Für Rückfragen:
Dr. Ortwin Weltrich, stellvertretender Vorsitzender MIT Köln
(ow@weltrich-consolting.de; 0171 4252932)